Ausbilden für die Zukunft

Best-Practice-Beispiel: Unternehmen und Auszubildende stellen sich vor

 

Alle drei Auszubildende der Firma „sks… die Druckvorstufe” in Bielefeld sind weiblich.
„Mein Mann fordert schon wieder die Gleichberechtigung des Mannes”, kommentiert die Chefin und Ehefrau des Firmengründers, Monika Kammeier. Die jungen Frauen lernen bei „sks…” den Beruf „Mediengestalter/in für Printmedien”. Sie erstellen Satz und Grafiken, scannen und bearbeiten Bilder für Druckvorlagen. Sie lernen, wie man Daten multimedial aufbereitet, etwa für eine Messe-Präsentation, oder sie ins Internet stellt. Monika Kammeier, Chefin bei „sks…”, schätzt an ihren Auszubildenden vor allem das kreative Potenzial, das die jungen Frauen im Umgang mit Texten und Bildern entfalten.

Sie hat auch die Erfahrung gemacht, dass Frauen motivierter und flexibler sind als die männlichen Kollegen. Kammeier: „Vielleicht liegt das daran, dass viele der Männer alteingesessene Schriftsetzer sind, die gewohnt waren, nach dem Motto zu leben, die Firma wird sich schon kümmern, dass ich auch morgen noch zu tun habe, und mich entsprechend qualifizieren.” Frauen entwickeln, so ihre Erfahrung, mehr Eigeninitiative, sind immer bestrebt, „vorneweg zu sein”.

Was die Bewerberinnen mitbringen sollten

Unter den Auszubildenden bei “sks… die Druckvorstufe” sind sowohl Realschülerinnen wie junge Frauen mit Abitur. Aber auch AbsolventInnen der Bielefelder Fachoberschule für Gestaltung werden gern genommen. “Wenn ein junger Mann erzählt, dass er zu Hause oft am Computer sitzt, dabei nicht nur im Internet surft, sondern sich auch schon an Multimedia-Produkten versucht, oder ein Mädchen geht auf die Kunstschule und kann zeigen, was sie bereits an grafischer Gestaltungsfähigkeit erlernt hat, dann sehen wir, dass der Berufswunsch zu dem passt, was in der Person selber an Neigungen und Fähigkeiten steckt”, berichtet Monika Kammeier. Um zu testen, ob man für den Beruf der “MediengestalterIn” tatsächlich geeignet ist, schlägt die Firma “sks” den Bewerberinnen erst einmal ein Praktikum vor. Das kann eine Woche oder auch länger dauern.

Quelle: Auszug aus der Dokumentation der Fachtagung “Ausbilden für die Zukunft” Junge Frauen in neue Berufe! – November 2000