Jobrotation – ein Modellprojekt der Nordrhein-Westfälischen Landesregierung

Erhöhte durch Jobrotation die Flexibilität ihrer Mitarbeiter und verbesserte das Betriebsklima: Unternehmerin Monika Kammeier

Nur wer flexibel ist und sich neuen Situationen schnell anpasst, sichert langfristig seinen Arbeitsplatz.
Um diesen Umdenkprozess in den Köpfen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern anzustoßen, startete die nordrhein-westfälische Landesregierung das Modellprojekt Jobrotation. Unternehmer, die ihre Mitarbeiter weiterbilden wollen, bekommen kostenlos einen Arbeitslosen als Stellvertreter und darüber hinaus noch einen kräftigen Zuschuss zu den Weiterbildungskosten.
Durch den Strukturwandel in der Druckbranche benötigten auch die Mitarbeiter beim Mediendienstleister sks… die Druckvorstufe GmbH in Bielefeld eine Weiterbildung.

“Wir mussten unsere Schriftsetzer auf die neue Technik umschulen, wussten aber nicht, wie wir das schaffen sollten”, erzählt Mitinhaberin Monika Kammeier. Dann hörte sie von dem Modellprojekt. So ließ sie unter anderem drei Schriftsetzer zum DTP-Mediengestalter ausbilden und sechs Mitarbeiter in der Internet- und Multimediaproduktion schulen.
Heute hat das Unternehmen nicht nur den Sprung zum Fullservice-Mediendienstleister geschafft, die Mitarbeiter können auch mehr Aufgaben erledigen und sich leichter vertreten. Dazu beobachtet Kammeier: “Auf Grund ihrers größeren Selbstwertgefühls sind die Mitarbeiter wesentlich motivierter”.

Quelle: Auszug aus dem Artikel “Jobrotation – Anpassung erwünscht” der Zeitschrift Markt und Mittelstand – September 2000