Mutmacher für die Jugend

sks… unterstützt die Aktion: Du bist Deutschland

Feierten in der Firma: Wilfried Kammeier, Andreas Rüther, Monika Kammeier, Niels Jösting, Jörg Deibert, Natalia und Henning (v. l.)

Mit einem Flyer möchten Monika und Wilfried Kammeier arbeitslosen Jugendlichen Mut machen, eine Beschäftigung zu finden. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens ihrer Firma “sks… Ihr Produktionsteam” luden Kammeiers Niels Jösting von der Agentur “Abeit Plus” ein, um ihm die 2.500 Exemplare des Faltblattes zu überreichen. “Unsere Firmengeschichte hat ihre Höhen und Tiefen gehabt, deshalb ist es für uns selbstverständlich, andere Menschen zu unterstützen”, sagte Wilfried Kammeier. Seit Anfang des Jahres haben die kugendlichen Natalia, Henning und Hakan bei sks… gearbeitet, und den “Mutmacher” für Ihre Altersgenossen entwickelt. Bezirksvorsteher Andreas Rüther lobte das große Engagement des Ehepaars und bedankte sich im Namen der Bezirksvertretung und des Bezirksamts mit einem Ehrenteller. Jörg Deibert gratulierte als Vetreter der Industrie- und Handelskammer. Anhand alter Setzmaschinen und der Firmenchronik konnten die Gäste die technische Entwicklung der Firma als Mediendienstleister nachvollziehen. Rüther fasste es so zusammen: “Sie haben ihre Karriere in der Innenstadt begonnen und ihren vorläufigen Höhepunkt im schönen Stadtbezirk Heepen.” (pas)

Quelle: Artikel aus der NW, 8.3.2006, Foto Patrick Schlütter

Praktikum mit handfestem Ergebnis abgeschlossen

sks… gmbh legt Broschüre für junge Leute auf

Oldentrup (-er). Für die Ausbildung engagierten sich Monika und Wilfried Kammeier seit Jahren. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der sks… gmbh, deren Gesellschafter und Geschäftsführer sie sind, wollten sie zusätzlich etwas für den Nachwuchs tun. Herausgekommen ist ein bislang einmaliges Projekt, das zusammen mit Arbeitplus in Bielefeld auf den Weg gebracht wurde. Sichtbares Ergebnis ist eine kleine Broschüre (Auflage 2500), die jungen Menschen bei der Berufswahl Stütze sein kann.
Das Thema Jugendarbeitslosigkeit, so Monika Kammeier, könne wohl keinen unberührt lassen. Gemeinsam mit ihrem Mann überlegte die politisch interessierte und – als Mitglied der Bezirksvertretung Heepen – auch aktiv engagierte Betriebswirtin, welche Möglichkeiten es gebe. Ein Praktikum schien ein gutes Angebot – aber eines mit Resultat.

Niels Jösting, Vetreter des Jugendbereichs von Arbeitplus, vermittelte die Interessenten. Natalia (19), Henning (21) und Hakan (22) nutzen die gebotene Chance gerne und wurden für sechs Wochen zu “Projektmitarbeitern”. Und unterstützt von den sks…-Mitarbeitern entwickelten sie die Broschüre “Wohin?”. Sie soll Jugendliche und junge Leute ermutigen, weiterzugehen auf dem Weg in die Berufswelt. Das Trio wollte Altersgenossen Hilfen an die Hand geben, wie und wo Informationen zu bekommen sind und mit welchen Fragen der nach Orientierung Suchende vorgehen kann. Drei sehr persönlich gestaltete Stellungnahmen ermuntern den Leser, nicht aufzugeben. Natalia hat es so formuliert: “Lasst Euch nicht beirren, man kann es trotz allem schaffen.” Und Monika Kammeier meint, dass die Broschüre gut zu der Kampange “Du bist Deutschland” passt.

In 25 Jahren von Satzfirma zum Mediengestalter

Eine Broschüre, die sich sehen lassen kann: Wilfried Kammeier, Bezirksvorsteher Andreas Rüther, Monika Kammeier, Jörg Deibert (IHK), Niels Jösting (Arbeitplus), Henning und Natalia präsentierten sie.

Das Unternehmen wurde 1981 von Wolfgang Strunk, Wilfried Kammeier und Reinhard Standke als “sks… Layoutsatz GmbH” gegründet und hatte die ersten Geschäftsräume am Albrecht-Delius-Weg. Die gelernten Schriftsetzer stellten Geschäftsdrucksachen und Preislisten für die Kalenderindustrie und die Werbebranche her.
Die 25-jährige Firmengeschichte spiegelt die rasante Entwicklung im Druckbereich wider: begonnen wurde mit Diatype-Gerät und manueller Montage, dann folgte Fotosatz mit Schriftscheiben-Belichtung, Laserbelichtung, anschließend die Umstellung auf Computer mit ihren vielfältigen Gestaltungs- und Bearbeitungsmöglichkeiten. Aus “sks… Layoutsatz” wurde “sks… die Druckvorstufe” und – vor fünf Jahren – die “sks… gmbh”.

Nach den Anfängen am Albrecht-Delius-Weg und dem nächsten – vergrößerten – Standort an der Elsternstraße ist seit 1997 das eigene Domizil mit 600 Quadratmetern Fläche für Betriebs- und Büroräumen an der Ludwig-Erhard-Allee Sitz der Gesellschaft. Nach dem Ausscheiden von zwei Gesellschaftern (1987 und 2000) betreiben Wilfried und Monika Kammeier den Mediendienstleister als Familienunternehmen. Aktuell gehören elf Mitarbeiter zum Produktionsteam, dazu kommt eine Auszubildene. Insgesamt 13 Azubis wurden im Laufe der Jahre schon ausgebildet. Bei sks… arbeiten Diplom-Designer, Medien-Operatoren und Medien-Gestalter.

Quelle: Westfalen Blatt (07.03.2006), Foto Wemhöner

Projekt: Perspektive für arbeitslose Jugendliche

sks… Initiative für „Du bist Deutschland“

Du bist Deutschland LogoErwerbslose Jugendliche entwickeln Wegweiser zur beruflichen Orientierung unterstützt durch sks… gmbh, Mediendienstleister seit 25 Jahren in Bielefeld.

Erwerbslose Jugendliche unterschiedlicher Nationalitäten produzierten während eines Beschäfti-gungsprojektes Anfang 2006 bei der sks… gmbh mit professioneller Unterstützung einen Wegweiser zur beruflichen Orientierung. Die in großer Auflage gedruckten Flyer werden künftig über die Arbeitplus in Bielefeld bei der Berufsberatung von Schülern an diese weitergegeben.
Inspiriert durch die Initiative „Du bist Deutschland“ stellte die fachlich relativ unbedarfte Projektgruppe aus eigener Erfahrung gute Tipps und Ratschläge für den Weg in das Berufsleben für gleichfalls Betroffene zusammen. Ein Mutmacher auf Augenhöhe, als Appell gegen die Perspektivlosigkeit.

Die Projekt-Idee

Da insbesondere die persönliche Lebenssituation arbeitsloser Jugendlicher unter 25 Jahren, häufig durch berufliche Orientierungslosigkeit geprägt ist, soll unsere Aktion diesem “problematischen Personenkreis” zu Gute kommen.
Von der Arbeitplus in Bielefeld benannte, erwerbslose Jugendliche hatten die Möglichkeit während eines Beschäftigungsprojektes Anfang 2006 bei der sks… Medien GmbH selbst einen Flyer zu produzieren. Angefangen von der Konzeption, Aufbau, Text, Gestaltung und bis zur technischen Umsetzung. Dabei erhielten Natalia, Henning und Hakan die nötige Begleitung und den professionellen Beistand vom sks-Team. Die Kosten für die Druckauflage von ca. 2700 Stück finanziert die sks… gmbh.

Ziel der Aktion soll sein

Exemplarisch aufzuzeigen, dass mit Schule schwänzen und Abhängen keine erstrebenswerte Zukunft gestaltet werden kann, sondern dass sich Einsatz lohnt und man dem Leben damit wieder einen erstrebenswerten Sinn geben kann. Gleich dem Motto der Aktion “Du bist Deutschland”.
Aus einer vermeintlich ausweglosen Situation, evtl. ohne oder mit einem schlechten Schulabschluss, haben es diese Jugendlichen, Dank der Unterstützung und Begleitung durch die Arbeitplus geschafft, motiviert eine positive Zukunft für sich zu sehen.
Der Flyer soll dazu dienen, diese Erfahrung zu dokumentieren und damit gleichzeitig ein „Mutmacher“ für andere sein.

Die Projekt-Termine

19.12.2005 | 11:00 Uhr | Kennenlern-Treffen

Mutmacher sks Agentur

Am 19. Dezember fand bei sks… das Kennenlern-Treffen mit den Jugendlichen und den Vertretern der Arbeitplus in Bielefeld GmbH :
– Herr Niels Jösting, Teamleiter
– Herr Manfred Neumann, Interne und externe Kommunikation im Hause sks… gmbh statt.

Nach einer intensiven Vorstellungsrunde wurden die nächsten Projekt-Termine für Januar 2006 festgelegt.

04.01.2005 | 14:00 Uhr | Konzeptbesprechung und Aufgabenverteilung

Konzeptbesprechung und Aufgabenverteilung

Die Jugendlichen Henning E., Natalie S. und Hakan B. machen sich grundsätzliche Gedanken über die Zielsetzung des Flyer-Projektes unter der Leitung von Frau Monika Kammeier.

Arbeitsleitfaden

Sinn und Zweck des Projekts: Partner der Aktion “Du bist Deutschland”:

  • Leitmotiv ist positiv / Zielgruppe
Inhalt / Botschaft:
  • für welche Zielgruppe
  • was soll erreicht werden
  • wer sind die Beteiligten – persönliche Vorstellung:
    – wer seid ihr
    – was habt ihr bisher gemacht
    – wie sieht das berufliche (Lebens-)Ziel aus
    – wie erreicht man es
    – was oder wer steht euch dabei im Weg
    – was könnt oder müsst ihr selbst tun
    – was muss sich ändern
    – was seit ihr bereit dafür einzubringen
  • wer sind die Wegbegleiter:
    – Eltern
    – Freunde
    – Schule
    – Arbeitgeber
    – Arbeitsamt

05.01.2006 | 14:00Uhr | Betriebsbesichtigung; Persönliche Visitenkarte

Betriebsbesichtigung; Persönliche Visitenkarte

Am heutigen Tage wurden die Projekt-Teilnehmer durch die Firma sks… geführt und erhielten so einen Einblick über die verschiedenen Arbeitsbereiche.
Diese Bereiche werden die Teilnehmer im Zuge des Projektes ebenfalls durchlaufen, um ihren eigenen Flyer zu realisieren.
Dabei werden Sie von den jeweiligen Mitarbeitern eingewiesen, und natürlich auch unterstützt.

09.01.2006 | 11:00 Uhr | Vorstellung der Projekt-TeilnehmerInnen

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Natalia S.

Nach meinem Schulabschluss, sitze ich hier, ohne einen richtigen Plan wie es weiter gehen soll. Ohne Ausbildung, ohne Arbeit am Ende meiner Lebenskarriere…!?
„Hättest du dich damals mehr angestrengt und hättest du dich mehr auf die Schule konzentriert, hättest du heute eine Lehrstelle und eine bessere Perspektive.“, so denken viele Erwachsene. Aber nach meinem erfolgreichen Realschulabschluss bin ich nicht viel weiter gekommen als jemand mit einem Hauptschulabschluss.
Also Leute, das kann jedem passieren. Ganz egal ob man ein Gymnasiast oder ein Hauptschüler ist und ob man eine abgebrochene Lehre oder bestimmte Defizite hat, jeder kann in so eine Situation kommen. Die Konsequenzen sind verschieden, doch es gibt immer einen Ausweg. Das Wichtigste ist, sich im klaren zu sein, was man möchte und über seine Fertigkeiten und Fähigkeiten bewusst zu werden. Lass dich von nichts abschrecken, nicht vom Nachholen eines Abschlusses oder vielen Bewerbungsschreiben. Ich z. B. möchte mich gerne in einem kreativen Bereich bewegen. Etwas wo ich mit einem PC oder aktuellen Medien zu tun habe. Deshalb denke ich, dass Mediendesign oder Fotograf das Richtige für mich ist. Sobald das Ziel klar ist, sollte man alles daran setzen es zu erreichen. Also, lasst euch nicht beirren, man kann es trotz allem schaffen.

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Hakan B .

Ich, Hakan bin 22 Jahre alt. Meine berufliche Situation sah vor 6 Jahren noch ganz anders aus. Habe meine Lehrstelle direkt mit 16 Jahren begonnen. Zu der Zeit hatte ich 5 Bewerbungen losgeschickt und 3 Zusagen bekommen. Habe natürlich eine Ausbildung im handwerklichen Bereich begonnen, doch nach einem Jahr Mühe und Qual abgebrochen. Die Gründe waren zunächst meine Herkunft und vielleicht dann auch mein Alter.
Mit 16 Jahren wusste ich nicht, dass ich als Ausländer noch die Probleme erleben muss, die es vor Jahren gab. Da ich auf einer Hauptschule meinen Realschulabschluss erreicht habe, kannte ich natürlich so was nicht.
Vielleicht wusste ich nicht mit 16 Jahren, wie man mit so einer Situation umgehen sollte, zu mal es auch die Berufsschullehrer waren, die dann meine Zensuren und meine Ausbildung in der Hand hielten.
Nun mit der Zeit weiß ich zumindest, wie man sich in so einer Situation verhalten kann. Trotz allem bin ich noch eifrig weiter auf der Suche nach der passenden Lehrstelle für mich.

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Henning E.

Ich, Henning 21 Jahre alt, bin in meinem Leben immer nur zähflüssig voran gekommen. Es gab viele psychische Tiefen, habe mich hinter’m PC versteckt. Mich aufzuraffen war immer ein Problem. Trotzdem war ich nie ein Pessimist; eher eine Mischung aus Optimist und Realist.
Mich für einen Weg zu entscheiden, mir Ziele zu setzen (die ich möglicherweise eh nicht erreichen würde), fällt mir ebenfalls schwer.
So kam es, dass ich „in der Luft“ hing und relativ viele Praktika ausprobiert habe, und an mehreren Trainingsmaßnahmen teilnahm.
Ich habe immer etwas dabei gelernt; mal mehr, mal weniger.
Man sollte sich immer Fragen, welche Chancen, Übungen oder Lerngelegenheiten sich einem bieten – das ist mir aufgrund meiner Erfahrungen wichtig und klar geworden.
Nach der Schule, hatte ich erst einmal überhaupt keine Lust und Motivation, weiter zur Schule zu gehen. Seit der letzten Maßnahme sehe ich das anders. Ich habe wieder Lust, Dinge zu lernen (und das tue ich auch).
In der Schule wurde meiner Meinung nach nicht gerade Spaß am Lernen vermittelt, dass man für sich lernt und nicht für Lehrer oder irgendwen anderes. Da wurde meist einfach der Lehrplan runtergerissen und nur halbherzig daran gedacht, uns zu vermitteln, dass wir uns für einen beruflichen Weg entscheiden müssen.
Vieles eignet man sich privat aber auch einfach an, z.B. durch bloßes Interesse bzw. Hobby. Über das Internet kann man außerdem so viel erfahren, dass man eigentlich Möglichkeiten entwickeln müsste, angeeignetes Wissen und Fähigkeiten nachzuweisen.

06.03.2006 | ab 14:00 Uhr | Projektübergabe

Projektübergabe

Übergabe der Flyer-Produktion an Herrn Jösting von der Arbeitplus in Bielefeld, anläßlich der Feierstunde am 6.03.2006 zum 25-jährigen Firmenjubiläum der sks… gmbh.

Der produzierte Flyer (Auflage 2.500 Stück) liegt nun bei der Arbeitplus in Bielefeld aus, und soll den arbeitslosen Jugendlichen Mut machen eine Beschäftigung zu finden.
Auf den Projektseiten von “Du bist Deutschland” wurde das Projekt von sks… ebenfalls als beispielhafte Initiative aufgenommen.

Mutmacher Flyer

Das Produktionsteam feiert 25 jähriges Bestehen

Oldentrup (pas). Der technische Fortschritt hat ihre Firma maßgeblich beeinflußt. Stets auf dem neuesten Stand zu sein, den Wandel der Medien in das Unternehmen einbringen und die Mitarbeiter langfristig binden. Monika und Wilfried Kammeier ist das gelungen. Jetzt feiert das geschäftstüchtige Ehepaar das 25-jährige Bestehen ihrer Firma für Mediendienstleistungen sks….

Statt großer Geschenke haben Kammeiers die bundesweite Kapagne “Du bist Deutschland” zur Fußballweltmeisterschaft aufgegriffen und sich für ein Projekt gegen die Perspektivlosigkeit arbeitsloser Jugendlicher engagiert.
Am Montag präsentierten sie bei einem Empfang in ihrem Firmensitz an der Ludwig-Erhard-Allee das Ergebnis. Zum Jahresbeginn 1981 gründeten Wolfgang Strunk, Wilfried Kammeier und Reinhard Standke am Albrecht-Delius-Weg die “sks… Layoutsatz GmbH”. Als gelernte Schriftsetzer produzierten sie mit ihrem ersten Diatype-Gerät und per Hand für die Kalenderindustrie und Werbebranche Geschäftsdrucksachen und Preislisten. “Damals gab es noch keine Computer, bei denen man eine Schriftgröße einstellen konnte oder Schrifttypen änderte”, sagt Kammeier. Im Juni 1987 schied ein Gesellschafter aus. Im folgenden Jahr zog das Unternehmen, bei dem bereits 15 Mitarbeiter beschäftigt waren, in größere Räume an die Elsternstraße.

Die erste große technologische Veränderung brachte die Schrfitscheiben-Belichtung mit Lasertechnik mit sich. Jetzt bot sks… auch Grafiken, Entwürfe und Gesamtkonzeptionen von Projekten an. “Anfang der 90er Jahre revolutionierte der Apple-Macintosh und der DOS-PC die gesamte Druckvorstufe aufs Neue”, erinnert sich das Unternehmerpaar.

sks… übernahm die Firma “Yougatron” und integrierte fünf Mac- und DOS-Arbeitsplätze. 1994 wurde der Name in “sks… die Druckvorstufe GmbH” geändert. In den nächsten Jahren folgten Investitionen in Scanner, eines Lithobereichs mit EBV und Bildbearbeitung, Server, Datenbankverwaltung und den vollen Service eines Mediendienstleisters.

Die größte Investition war der Neubau von 600 Quadratmetern Betriebs- und Büroräumen an der Ludwig-Erhard-Allee 20 1996/1997. “Das war ein großer aber wichtiger Schritt”, sagt Kammeier. Zu guter Letzt passte das Unternehmen noch einmal den Namen an. Jetzt nennen sich Kammeiers und ihre 12 Mitarbeiter sowie eine Auszubildene “sks… Ihr Produktionsteam”.

“Uns ist wichtig, dass Geben immer vor dem Nehmen steht”, sagt Monika Kammeier. Deshalb engagiert sich das Ehepaar für diverse soziale Projekte, wie jetzt für erwerbslose Jugendliche. Das Ergebnis, ein Flugblatt (Flyer) als “Mutmacher auf Augenhöhe”, wird am Montag an die Arbeitplus in Bielefeld GmbH übergeben.

Quelle: Artikel aus der NW, 4./5. März 2006 (Nr. 54), Foto: Patrick Schlüter

NW-Serie 99 Gesichter: Eine westfälische Powerfrau

Folge 47: Monika Kammeier,
geschäftsführende Gesellschafterin von sks… gmbh

Sie ist die rechte Hand des Unternehmens, steht ihrem Ehemann in der Geschäftsführung in nichts nach und setzt sich als Mutter zweier Kinder auch in der Kommunalpolitik ein. Monika Kammeier ist eine engagierte Unternehmerin aus dem Bilderbuch. Kampffreude, soziales Engagement und Familienmensch sind nur drei ihrer Eigenschaften.

“Wie wir das alles geschafft haben, weiß ich selbst nicht mehr”, sagt die gebürtige Altenhagenerin. Gemeint sind die ersten Jahre der Unternehmensgründung. Kinder, Ausbildung, Hausbau und Firma brachten sie damals alles unter einen Hut.

Monika Kammeier ist Unternehmerin, Mutter, Wirtschaftsjuniorin und Politikerin. Ihren ganz persönlichen Rückhalt findet sie in der Familie und ihrem Heimatort Altenhagen, in dem sie seit ihrer Kindheit wohnen geblieben ist.

Monika Kammeier ist Unternehmerin, Mutter, Wirtschaftsjuniorin und Politikerin. Ihren ganz persönlichen Rückhalt findet sie in der Familie und ihrem Heimatort Altenhagen, in dem sie seit ihrer Kindheit wohnen geblieben ist.
Eigentlich ist Monika Kammeier eine typische, bodenständige Westfälin. Aufgewachsen in Altenhagen besuchte sie die Realschule in Heepen. Ihr Interesse galt schon damals den Zahlen und Finanzen. Ihre Ausbildung als Steuerfachangestellte lag da ziemlich nah. Anschließend arbeitete sie zunächst als Angestellte in einem Altenhagener Steuerbüro. Zu der Zeit lernte sie ihren späteren Ehemann Wilfried Kammeier kennen. Der gründete zusammen mit zwei weiteren Partnern die sks-Layoutsatz GmbH. Von Anfang an gehörte Monika Kammeier zum Unternehmen. Nach Feierabend übernahm sie die Buchhaltungsaufgaben bei sks…. Wenig später kam ihre gemeinsame Tochter Mona zur Welt, Sohn René sollte zwei Jahre später folgen.

Die Firma wuchs stetig und doch war die engagierte Steuerexpertin nicht ganz zufrieden. “Ich wollte mir etwas eigenes aufbauen und mir eine gewisse Unabhängigkeit schaffen.” Ihren Job als Steuerfachangestellte hatte sie inzwischen aufgegeben. Jetzt begann sie ein nebenberufliches Studium in Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik. 1994 schloss sie erfolgreich ab.

Seit dieser Zeit ist Monika Kammeier auch zunehmend ehrenamtlich tätig. Zusammen mit ihrem Mann führt sie eigenständig die sks… gmbh und in ihrer Freizeit setzt sie sich bei den Wirtschaftsjunioren ein. Die Liste ihrer Tätigkeiten scheint endlos: Arbeitskreisleiterin für Existenzgründung, Mitglied des Landesvorstandes der Wirtschaftsjunioren, Mitglied des Kreisvorstandes, seit 1998 ist sie ehrenamtliche Richterin des Finanzgerichts Münster, sie arbeitet in der Initiative für Beschäftigung der Bertelsmann Stiftung und ist Mitglied im IHK-Steuer- und Finanzausschuss.

Seit drei Jahren hat sie ein neues Steckenpferd für sich entdeckt. Die Politik. Kurz nach dem Eintritt in die Bielefelder CDU wurde sie Mitglied des Schul- und Sportausschusses, des Sozial- und Gesundheits- sowie des Jugendhilfe-Ausschusses als Sachkundige Bürgerin. Ihr Mandat für die Bezirksvertretung Heepen erhielt sie 2004. Im Ortsverband der CDU ist sie inzwischen stellvertretende Vorsitzende, sowie auch Mitglied des Kreisvorstandes.

Doch wie kommt Monika Kammeier eigentlich zur Ruhe? “In der Familie” ist die klare Antwort. In den eigenen vier Wänden, natürlich in Altenhagen, entspannt sich die Unternehmerin. Vor allem die Diskussion über kommunalpolitische Themen mit ihrem Mann liegt ihr am Herzen. Etwas Abwechslung findet sie dann im Altenhagener Sportverein. In dem war sie schon in ihrer Jugend aktiv. “Ich liebe einfach meine Heimat.”

Quelle: NW “Serie: 99 Gesichter”, 06. Juli 2005 von Patrick Schlüter

Den Umbruch im Berufsfeld in allen Facetten erlebt

sks… hat sich in 24 Jahren vom Schriftsetzerbetrieb zum Multimedia-Dienstleister entwickelt

Der Geschäftsführer: Wilfried Kammeier gehört zu den Gründern

Fotosatz und Schriftsatz für Kalender waren der Anfang der sks Layoutsatz GmbH. Reinhard Standke, Wolfgang Strunk und Wilfried Kammeier gründeten 1981 das Unternehmen am Albrecht-Delius-Weg in Bielefeld. Geblieben ist Kammeier, der zusammen mit seiner Frau Monika „Ihr Produktions-Team sks…” weiterführt.
„Von Anfang an war die Branche im Umbruch”, erinnert sich der gebürtige Herforder. Selbst gelernter Schriftsetzer ließ er sich nach der Bundeswehrzeit zum Fotosetzer umschulen. Mit einem sogenannten Diatype-Gerät fing schließlich alles an. „Damals gab es natürlich noch keine Computer, die Schriften mussten wie bei einer Zeitung einzeln gesetzt werden”, sagt Kammeier.
Neben der Kalenderindustrie war die Werberanche einer der ersten Kunden von sks… Egal ob Preislisten oder Reklametafeln, die Setzer waren für die technische Umsetzung unentbehrlich. Doch schon sechs Jahre nach der Gründung stand die erste zukunftsweisende Entscheidung an. Unter den Gesellschaftern brach eine Diskussion über die Angebotspalette und die Kundenorientierung aus. Das hatte zur Folge, dass sich ein Gesellschafter selbstständig machte, Kammeier blieb bei seiner Idee einer breiten Produktpalette. So investierte er 1988 nach dem Umzug des Unternehmens an die Elsternstraße, die Firma beschäftigte inzwischen 15 Mitarbeiter, in eine Berthold-Fotosatz-Maschine mit Schriftscheiben-Belichtung. „Dennoch kostete damals die Herstellung einer Schrift immer noch 1.000 Mark.” Zum Vergleich: heute kostet eine Schrift weniger als ein Euro.

» sks… wandelte sich vom Techniker zum Full-Service-Dienstleister «

Mit der technologischen Entwicklung wie die Umstellung auf Laserbelichtung 1989 änderten sich auch die Kundenansprüche. Kammeier entschied sich für die Verknüpfung von technischer Umsetzung mit Grafik, Entwurf und Gesamtkonzeption eines Projektes.
„sks… wandelte sich vom Techniker zum Full-Service-Dienstleister.” Für Kunden in ganz Ostwestfalen fertigte sks… Prospekte, Preislisten und anderes. Die größte Entwicklung brachten jedoch die PCs mit sich. 1992 übernahm sks… die Bielefelder Firma Yougatron samt fünf Mitarbeitern und Mac- und DOS-Arbeitsplätzen. Doch dann entbrannte ein „Krieg” unter den Mitarbeitern. „Damit haben wir natürlich überhaupt nicht gerechnet”, sagt Kammeier heute. Die “Alten” waren Techniker, gelernte Schriftsetzer wie Kammeier einer war. Sie arbeiteten präzise, zogen Linien auf der Skizze Millimeter genau. Ihre Arbeitszeiten begannen pünktlich und endeten am frühen Abend. Und jetzt sitzen da fünf Neue. Sie sind jung, kennen sich mit der PC-Technik bestens aus.

In den Augen der „Alten” klicken die „Jungen” nur auf dem PC herum, arbeiten nicht am Stück, machen Pausen, wann es ihnen gefällt. „Das führte zu harten Auseinandersetzungen”, weiß auch Monika Kammeier zu berichten. Doch nach und nach setzte sich bei den älteren Mitarbeitern der Gedanke durch, dass dies die Zukunft sein wird. Sie wollten sich umschulen lassen. „Das zog für uns bedeutende Kosten nach sich”. Kammeiers wandten sich ans Arbeitsamt. Doch dort stieß ihre Bitte um staatliche Unterstützung auf Unmut. „Die sagten uns, wir sollten die alten Arbeitnehmer erst entlassen. Dann würden sie auf Staatskosten umgeschult werden, damit wir sie anschließend wieder einstellen können.” Totaler Schwachsinn in den Augen des Unternehmerpaares. Also investierten sie selbst in die Umschulungen.

Mit der neuen Technik folgte 1994 auch die Änderung des Firmennamens in „sks… die Druckvorstufe GmbH”. Es folgte der Einzug der Multmedia-Produktion und der Einstieg ins World-Wide-Web. 1997 zog sks… in den heutigen Standort an die Ludwig-Erhard-Allee 20. Auf 645 Quadratmetern arbeiten 13 Mitarbeiter und zwei Auszubildene.
Heute nennt sich sks… „Ihr Produktions-Team” und ist ein Dienstleister des kompletten Medienangebots. Ob der 160-Seiten starke Firmenkatalog in zwölf Sprachen, die Präsentbox mit exklusiven Weinen für Firmenkunden oder sogar ein Gesellschaftspiel für eine Getränkemarke, Kammeiers Spektrum lässt sich schier endlos erweitern.
„Wir übernehmen einen Auftrag, in dem wir uns um alle Dinge kümmern”, sagt Kammeier. sks… organisiert die Waren, gestaltet die Layouts, macht den Druck, und liefert das Endprodukt. Schon haben Kammeiers die nächste zukunftsfördende Entscheidung getroffen. In Kooperation mit der Agentur „WörterSee” soll die Öffentlichkeitsarbeit für Kunden verbessert werden. (Patrick Schlütter)

Quelle: Artikel aus “Starke Partner in der Region “, Nr. 110, Fr. 13. Mai 2005