Flyer Du bist Deutschland

Projekt: Perspektive für arbeitslose Jugendliche

sks… Initiative für „Du bist Deutschland“

Du bist Deutschland LogoErwerbslose Jugendliche entwickeln Wegweiser zur beruflichen Orientierung unterstützt durch sks… gmbh, Mediendienstleister seit 25 Jahren in Bielefeld.

Erwerbslose Jugendliche unterschiedlicher Nationalitäten produzierten während eines Beschäfti-gungsprojektes Anfang 2006 bei der sks… gmbh mit professioneller Unterstützung einen Wegweiser zur beruflichen Orientierung. Die in großer Auflage gedruckten Flyer werden künftig über die Arbeitplus in Bielefeld bei der Berufsberatung von Schülern an diese weitergegeben.
Inspiriert durch die Initiative „Du bist Deutschland“ stellte die fachlich relativ unbedarfte Projektgruppe aus eigener Erfahrung gute Tipps und Ratschläge für den Weg in das Berufsleben für gleichfalls Betroffene zusammen. Ein Mutmacher auf Augenhöhe, als Appell gegen die Perspektivlosigkeit.

Die Projekt-Idee

Da insbesondere die persönliche Lebenssituation arbeitsloser Jugendlicher unter 25 Jahren, häufig durch berufliche Orientierungslosigkeit geprägt ist, soll unsere Aktion diesem “problematischen Personenkreis” zu Gute kommen.
Von der Arbeitplus in Bielefeld benannte, erwerbslose Jugendliche hatten die Möglichkeit während eines Beschäftigungsprojektes Anfang 2006 bei der sks… Medien GmbH selbst einen Flyer zu produzieren. Angefangen von der Konzeption, Aufbau, Text, Gestaltung und bis zur technischen Umsetzung. Dabei erhielten Natalia, Henning und Hakan die nötige Begleitung und den professionellen Beistand vom sks-Team. Die Kosten für die Druckauflage von ca. 2700 Stück finanziert die sks… gmbh.

Ziel der Aktion soll sein

Exemplarisch aufzuzeigen, dass mit Schule schwänzen und Abhängen keine erstrebenswerte Zukunft gestaltet werden kann, sondern dass sich Einsatz lohnt und man dem Leben damit wieder einen erstrebenswerten Sinn geben kann. Gleich dem Motto der Aktion “Du bist Deutschland”.
Aus einer vermeintlich ausweglosen Situation, evtl. ohne oder mit einem schlechten Schulabschluss, haben es diese Jugendlichen, Dank der Unterstützung und Begleitung durch die Arbeitplus geschafft, motiviert eine positive Zukunft für sich zu sehen.
Der Flyer soll dazu dienen, diese Erfahrung zu dokumentieren und damit gleichzeitig ein „Mutmacher“ für andere sein.

Die Projekt-Termine

19.12.2005 | 11:00 Uhr | Kennenlern-Treffen

Mutmacher sks Agentur

Am 19. Dezember fand bei sks… das Kennenlern-Treffen mit den Jugendlichen und den Vertretern der Arbeitplus in Bielefeld GmbH :
– Herr Niels Jösting, Teamleiter
– Herr Manfred Neumann, Interne und externe Kommunikation im Hause sks… gmbh statt.

Nach einer intensiven Vorstellungsrunde wurden die nächsten Projekt-Termine für Januar 2006 festgelegt.

04.01.2005 | 14:00 Uhr | Konzeptbesprechung und Aufgabenverteilung

Konzeptbesprechung und Aufgabenverteilung

Die Jugendlichen Henning E., Natalie S. und Hakan B. machen sich grundsätzliche Gedanken über die Zielsetzung des Flyer-Projektes unter der Leitung von Frau Monika Kammeier.

Arbeitsleitfaden

Sinn und Zweck des Projekts: Partner der Aktion “Du bist Deutschland”:

  • Leitmotiv ist positiv / Zielgruppe
Inhalt / Botschaft:
  • für welche Zielgruppe
  • was soll erreicht werden
  • wer sind die Beteiligten – persönliche Vorstellung:
    – wer seid ihr
    – was habt ihr bisher gemacht
    – wie sieht das berufliche (Lebens-)Ziel aus
    – wie erreicht man es
    – was oder wer steht euch dabei im Weg
    – was könnt oder müsst ihr selbst tun
    – was muss sich ändern
    – was seit ihr bereit dafür einzubringen
  • wer sind die Wegbegleiter:
    – Eltern
    – Freunde
    – Schule
    – Arbeitgeber
    – Arbeitsamt

05.01.2006 | 14:00Uhr | Betriebsbesichtigung; Persönliche Visitenkarte

Betriebsbesichtigung; Persönliche Visitenkarte

Am heutigen Tage wurden die Projekt-Teilnehmer durch die Firma sks… geführt und erhielten so einen Einblick über die verschiedenen Arbeitsbereiche.
Diese Bereiche werden die Teilnehmer im Zuge des Projektes ebenfalls durchlaufen, um ihren eigenen Flyer zu realisieren.
Dabei werden Sie von den jeweiligen Mitarbeitern eingewiesen, und natürlich auch unterstützt.

09.01.2006 | 11:00 Uhr | Vorstellung der Projekt-TeilnehmerInnen

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Natalia S.

Nach meinem Schulabschluss, sitze ich hier, ohne einen richtigen Plan wie es weiter gehen soll. Ohne Ausbildung, ohne Arbeit am Ende meiner Lebenskarriere…!?
„Hättest du dich damals mehr angestrengt und hättest du dich mehr auf die Schule konzentriert, hättest du heute eine Lehrstelle und eine bessere Perspektive.“, so denken viele Erwachsene. Aber nach meinem erfolgreichen Realschulabschluss bin ich nicht viel weiter gekommen als jemand mit einem Hauptschulabschluss.
Also Leute, das kann jedem passieren. Ganz egal ob man ein Gymnasiast oder ein Hauptschüler ist und ob man eine abgebrochene Lehre oder bestimmte Defizite hat, jeder kann in so eine Situation kommen. Die Konsequenzen sind verschieden, doch es gibt immer einen Ausweg. Das Wichtigste ist, sich im klaren zu sein, was man möchte und über seine Fertigkeiten und Fähigkeiten bewusst zu werden. Lass dich von nichts abschrecken, nicht vom Nachholen eines Abschlusses oder vielen Bewerbungsschreiben. Ich z. B. möchte mich gerne in einem kreativen Bereich bewegen. Etwas wo ich mit einem PC oder aktuellen Medien zu tun habe. Deshalb denke ich, dass Mediendesign oder Fotograf das Richtige für mich ist. Sobald das Ziel klar ist, sollte man alles daran setzen es zu erreichen. Also, lasst euch nicht beirren, man kann es trotz allem schaffen.

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Hakan B .

Ich, Hakan bin 22 Jahre alt. Meine berufliche Situation sah vor 6 Jahren noch ganz anders aus. Habe meine Lehrstelle direkt mit 16 Jahren begonnen. Zu der Zeit hatte ich 5 Bewerbungen losgeschickt und 3 Zusagen bekommen. Habe natürlich eine Ausbildung im handwerklichen Bereich begonnen, doch nach einem Jahr Mühe und Qual abgebrochen. Die Gründe waren zunächst meine Herkunft und vielleicht dann auch mein Alter.
Mit 16 Jahren wusste ich nicht, dass ich als Ausländer noch die Probleme erleben muss, die es vor Jahren gab. Da ich auf einer Hauptschule meinen Realschulabschluss erreicht habe, kannte ich natürlich so was nicht.
Vielleicht wusste ich nicht mit 16 Jahren, wie man mit so einer Situation umgehen sollte, zu mal es auch die Berufsschullehrer waren, die dann meine Zensuren und meine Ausbildung in der Hand hielten.
Nun mit der Zeit weiß ich zumindest, wie man sich in so einer Situation verhalten kann. Trotz allem bin ich noch eifrig weiter auf der Suche nach der passenden Lehrstelle für mich.

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Henning E.

Ich, Henning 21 Jahre alt, bin in meinem Leben immer nur zähflüssig voran gekommen. Es gab viele psychische Tiefen, habe mich hinter’m PC versteckt. Mich aufzuraffen war immer ein Problem. Trotzdem war ich nie ein Pessimist; eher eine Mischung aus Optimist und Realist.
Mich für einen Weg zu entscheiden, mir Ziele zu setzen (die ich möglicherweise eh nicht erreichen würde), fällt mir ebenfalls schwer.
So kam es, dass ich „in der Luft“ hing und relativ viele Praktika ausprobiert habe, und an mehreren Trainingsmaßnahmen teilnahm.
Ich habe immer etwas dabei gelernt; mal mehr, mal weniger.
Man sollte sich immer Fragen, welche Chancen, Übungen oder Lerngelegenheiten sich einem bieten – das ist mir aufgrund meiner Erfahrungen wichtig und klar geworden.
Nach der Schule, hatte ich erst einmal überhaupt keine Lust und Motivation, weiter zur Schule zu gehen. Seit der letzten Maßnahme sehe ich das anders. Ich habe wieder Lust, Dinge zu lernen (und das tue ich auch).
In der Schule wurde meiner Meinung nach nicht gerade Spaß am Lernen vermittelt, dass man für sich lernt und nicht für Lehrer oder irgendwen anderes. Da wurde meist einfach der Lehrplan runtergerissen und nur halbherzig daran gedacht, uns zu vermitteln, dass wir uns für einen beruflichen Weg entscheiden müssen.
Vieles eignet man sich privat aber auch einfach an, z.B. durch bloßes Interesse bzw. Hobby. Über das Internet kann man außerdem so viel erfahren, dass man eigentlich Möglichkeiten entwickeln müsste, angeeignetes Wissen und Fähigkeiten nachzuweisen.

06.03.2006 | ab 14:00 Uhr | Projektübergabe

Projektübergabe

Übergabe der Flyer-Produktion an Herrn Jösting von der Arbeitplus in Bielefeld, anläßlich der Feierstunde am 6.03.2006 zum 25-jährigen Firmenjubiläum der sks… gmbh.

Der produzierte Flyer (Auflage 2.500 Stück) liegt nun bei der Arbeitplus in Bielefeld aus, und soll den arbeitslosen Jugendlichen Mut machen eine Beschäftigung zu finden.
Auf den Projektseiten von “Du bist Deutschland” wurde das Projekt von sks… ebenfalls als beispielhafte Initiative aufgenommen.

Mutmacher Flyer