Die „richtige” Belichtungsdatei

Gleich vorweg, „die richtige Belichtungsdatei” gibt es nicht; vielmehr gibt es derer Viele. Wir wollen hier einige Punkte zusammenfassen, die wiederholt zu Rückfragen oder unerwünschten Ergebnissen bei der Belichtung geführt haben.

Es gibt zwei grundsätzliche Formate für Belichtungsdateien: offene und geschlossene. Unter “offenen” Dateien versteht man die bearbeitbaren Dateien des jeweiligen Erstellungsprogramms  (zum Beispiel Adobe InDesign oder QuarkXpress). Ein geschlossenes Format ist das PDF-Format. Hier ist ein Eingriff oder Veränderung nur bedingt möglich.

Offene Dateien

Die Faustregel bei der Übergabe von offenen Daten ist: Alle verwendeten Daten wie Bilder, Grafiken und Schriften beifügen.

TIPP: Viele Programme bieten dafür spezielle Sammlungsfunktionen.

Hier eine Checkliste für den Datenaustausch mit offenen Dateien:

  • In welchem Programm, in welcher Version und auf welchem Betriebssystem ist die Datei erstellt worden?
  • Verwendete Schriften bitte mitschicken oder die Schriften in Kurven wandeln.
  • Haben die Bilder eine ausreichende Auflösung und den richtigen Modus (CMYK)?
  • Sind die Farben im Dokument korrekt angelegt (CMYK, Sonderfarben)?
  • Sind die Optionen Überfüllen/Überdrucken/Aussparen richtig angelegt?
  • Ist das Dokument im Ausgabeformat angelegt (A4, A3) oder soll es skaliert ausgegeben werden?
  • Ist das Erstellungsprogramm für eine separierte Ausgabe ausgelegt? (Aus vielen Büro-, Präsentations- und Konstruktions-Programmen lässt sich nur über Umwege separieren oder mit höherem Aufwand belichten)

TIPP: Fügen Sie den Daten eine Ansichts-PDF Ihrer Datei bei oder geben Sie uns einen Ausdruck. Dadurch können wir Unregelmäßigkeiten vor der Belichtung erkennen.

 

Geschlossene Daten / das PDF-Format

In den vergangenen Jahren hat sich für den unkomplizierten Datenaustausch das PDF-Format durchgesetzt. Doch PDF ist nicht gleich PDF.

Folgende Punkte sind bei der PDF-Erstellung zu beachten:

  • Verwendete Schriften vollständig in das PDF einbetten.
  • Hat das PDF eine ausreichende Auflösung und den richtigen Modus (CMYK)?
  • Sind die Optionen Überfüllen/Überdrucken/Aussparen richtig angelegt?
  • Ist das Dokument im Ausgabeformat angelegt (A4, A3), evtl. Skalierung angeben.
  • ACHTUNG: Transparenzeffekte bereiten evtl. Darstellungsprobleme
  • Passmarken berücksichtigen?
  • Separationsvoreinstellungen geprüft?
  • Auflösung und Raster richtig eingestellt?

TIPP: Nutzen Sie die optimierten PDF-X-Formate für die Druckindustrie. Das Format X1a ist ideal für den CMYK-Farbraum plus Sonderfarben, X3 erweitert die Funktionalität von X1a für die Ausgabe von RGB-Daten. Das neuere X4-Format eignet sich besonders für Transparenzen und eingebundene Effekte.