DPI und PPI

PPI, LPI und DPI – Was ist der Unterschied?

ppi = Pixel per inch (Bildpunkte pro Zoll)

lpi = lines per inch (Linien pro Zoll)

dpi = dots per inch (Punkte pro Zoll)

In ppi wird gescannt, in lpi die Rasterweite gemessen und in dpi die Ausgabegeräte-Auflösung angegeben. Diese drei Werte müssen für ein gutes Endprodukt aufeinander abgestimmt sein.

Der Begriff “Lines per Inch” kommt aus der herkömmlichen Litho. Er beschreibt die Anzahl der Linien pro Inch auf der Glasplatte durch die früher die Vorlage reproduziert wurde und so je nach Helligkeitsstufe der Vorlage die Rasterpunkte erzeugte.

Ein Beispiel:
150 lpi entspricht 150 Rasterpunkten pro Inch,
ein Inch entspricht ca. 2,5 cm (2,54 cm)
150 lpi / 2,5 = 60 Rasterpunkte pro cm, also ein 60er Raster.

Das Verhältnis von Pixel zu Rasterpunkt ist im Idealfall 2:1.
2 Pixelinformationen beschreiben 1 Rasterpunkt.

Für die Praxis:

Sie scannen in 300 ppi, um in einem 60er Raster (150 lpi) ausgeben zu können.

Die Auflösung des Ausgabegerätes wird in dpi angegeben.
z.B.: Laserdrucker mit 600 dpi; Laserbelichter mit 1200, 2400, 3600 dpi.
Die Auflösung eines Ausgabegerätes wird in Recorderelementen angegeben, bei höherer Auflösung sind die Recorderelemente kleiner als bei niedriger Auflösung.
Das Ausgabegerät belichtet immer ganze Recorderelemente, daraus folgt je höher die Auflösung, umso glatter werden Kurven und Schrägen dargestellt.

Von der Auflösung des Ausgabegerätes ist die Anzahl der darzustellenden Graustufen in einer bestimmten Rasterweite abhängig. (Formel: (dpi / lpi) zum Quadrat = Anzahl der Graustufen)

Zwei Beispiele:
Ein Belichter hat 2400 dpi als Auflösung eingestellt.
Die Rasterweite beträgt 150 lpi.
2400 / 150 = 16; 16 x 16 = 256 Graustufen.

Ein Belichter hat 2400 dpi als Auflösung eingestellt.
Die Rasterweite beträgt 200 lpi.
2400 / 200 = 12; 12 x 12 = 144 Graustufen.

Möchte man 256 Graustufen erreichen, muss man folglich auf die Auflösung des Ausgabegerätes achten.

Image By Wapcaplet, improved anonymously (2014) (Own work) [GFDL or CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons